Lehren kann man lernen
© WERRI BINDFAEDELE Design 2017

Werte und

Normen

Der Hintergrund der Wirklichkeit

„Das Bekannte überhaupt ist darum, weil es bekannt ist, nicht erkannt.“ (G.W.F. Hegel) Eine Blüte, das Wasser, mein Eigentum oder Lebensmittel sind uns als Gegenstände des Alltags bekannt. Sie sind gleichzeitig auch „philosophische Gegenstände“. Denn der Alltag, also die soziale Wirklichkeit, ist von Werten und Normen durchsetzt; diese bilden mit den „Hintergrund“ (J. R. Searle), welcher von einer „objektiven“ Dinge-Welt nicht zu trennen ist. Schließlich ist es ja immer die Auseinandersetzung mit Sachen, in welcher die Menschen miteinander kommunizieren, interagieren oder sich selbst finden - und damit ‚ihre Welt‘ verwirklichen. Um ein tieferes Verständnis für diese Handlungen und deren Bedingtheiten zu bekommen, sind sozialwissenschaftliche Befunde und die Kenntnis von philosophischen und religiösen ethischen Entwürfen samt ihrer unterschiedlichen Quellen und Begründungen notwendig. Dies schließt die moralisch-sittlichen Dimensionen des Handelns ebenso ein wie die Unterscheidungs- und Kritikfähigkeit, welche für die Auseinandersetzung mit Handlungs- und Wertfragen im privaten und öffentlichen Leben zentral ist. Eben hier hat der Unterricht in Werte-und-Normen (WuN) seinen genuinen Platz. Dieses originelle Fach, 1974 an allen allgemeinbildenden Schulen Niedersachsens eingeführt, wird von den drei Bezugswissenschaften Religionswissenschaft, Gesellschaftswissenschaften und Philosophie getragen. Das Fach orientiert sich an den drei übergeordneten Zielen der Reflexion (1) der Grundlagen von Moral und Recht sowie (2) der Grundlagen dessen, was geglaubt wird (Religion) als auch (3) des Verhältnisses von (3a) Gesellschaft und (3b) Normen und Werten. Mit diesen Zielen sind die „Fragen des Ultimaten“, wie sie für den vierten Modus der Weltbegegnung mit seinen „Problemen konstitutiver Rationalität“, wie die KLIEME- Expertise es formuliert, angedeutet. Es geht um die Fragen nach dem „Woher, Wohin und Wozu des menschlichen Lebens“,– mit andern Worten: Um all das, was I. Kant so umschreibt: „Was kann ich wissen?“ - „Was soll ich tun?“ - „Was darf ich hoffen?“ - „Was ist der Mensch?“ Diese weit gespannte Zielvorgabe mit Hilfe dreier Bezugswissenschaften zu erreichen, macht den besonderen Reiz und die ganz spezifische Herausforderung des Unterrichts in WuN aus. Sich die dafür hilfreichen fachdidaktischen bzw. methodischen Aspekte des Philosophierens zu erarbeiten, lohnt sich; ggf. müssen auch neue fachliche Inhalte erschlossen werden, denn der breit gefächerte Themen-Kanon der Schule macht dies u.U. notwendig. Bei all dem berät Sie das Fachseminar Werte und Normen, das am Studienseminar Oldenburg eine kombinierte Ausbildung in den Fächern „Philosophie“ und „Werte und Normen“ vornimmt. Die Ausbildung unterstützt den selbstverantworteten Prozess der Professionalisierung als Lehrkraft. Sie erfolgt einerseits in der Gruppe des Fachseminars (14-tägige Fachsitzungen), andererseits als individuelle Förderung anlässlich von Unterrichtsbesuchen und den dazugehörigen Beratungsgesprächen. Dadurch konzentriert sich die Ausbildung des auf den Kompetenzbereich Unterrichten.

Ihr Fachleiter im Fach Werte und Normen

Ulrich Steckel, StR Cäcilienschule Oldenburg
Studienseminar-Oldenburg.de
Foto: xara.com
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Werte und Normen

Der Hintergrund der Wirklichkeit

„Das Bekannte überhaupt ist darum, weil es bekannt ist, nicht erkannt.“ (G.W.F. Hegel) Eine Blüte, das Wasser, mein Eigentum oder Lebensmittel sind uns als Gegenstände des Alltags bekannt. Sie sind gleichzeitig auch „philosophische Gegenstände“. Denn der Alltag, also die soziale Wirklichkeit, ist von Werten und Normen durchsetzt; diese bilden mit den „Hintergrund“ (J. R. Searle), welcher von einer „objektiven“ Dinge- Welt nicht zu trennen ist. Schließlich ist es ja immer die Auseinandersetzung mit Sachen, in welcher die Menschen miteinander kommunizieren, interagieren oder sich selbst finden - und damit ‚ihre Welt‘ verwirklichen. Um ein tieferes Verständnis für diese Handlungen und deren Bedingtheiten zu bekommen, sind sozialwissenschaftliche Befunde und die Kenntnis von philosophischen und religiösen ethischen Entwürfen samt ihrer unterschiedlichen Quellen und Begründungen notwendig. Dies schließt die moralisch-sittlichen Dimensionen des Handelns ebenso ein wie die Unterscheidungs- und Kritikfähigkeit, welche für die Auseinandersetzung mit Handlungs- und Wertfragen im privaten und öffentlichen Leben zentral ist. Eben hier hat der Unterricht in Werte- und-Normen (WuN) seinen genuinen Platz. Dieses originelle Fach, 1974 an allen allgemeinbildenden Schulen Niedersachsens eingeführt, wird von den drei Bezugswissenschaften Religionswissenschaft, Gesellschaftswissenschaften und Philosophie getragen. Das Fach orientiert sich an den drei übergeordneten Zielen der Reflexion (1) der Grundlagen von Moral und Recht sowie (2) der Grundlagen dessen, was geglaubt wird (Religion) als auch (3) des Verhältnisses von (3a) Gesellschaft und (3b) Normen und Werten. Mit diesen Zielen sind die „Fragen des Ultimaten“, wie sie für den vierten Modus der Weltbegegnung mit seinen „Problemen konstitutiver Rationalität“, wie die KLIEME-Expertise es formuliert, angedeutet. Es geht um die Fragen nach dem „Woher, Wohin und Wozu des menschlichen Lebens“,– mit andern Worten: Um all das, was I. Kant so umschreibt: „Was kann ich wissen?“ - „Was soll ich tun?“ - „Was darf ich hoffen?“ - „Was ist der Mensch?“ Diese weit gespannte Zielvorgabe mit Hilfe dreier Bezugswissenschaften zu erreichen, macht den besonderen Reiz und die ganz spezifische Herausforderung des Unterrichts in WuN aus. Sich die dafür hilfreichen fachdidaktischen bzw. methodischen Aspekte des Philosophierens zu erarbeiten, lohnt sich; ggf. müssen auch neue fachliche Inhalte erschlossen werden, denn der breit gefächerte Themen-Kanon der Schule macht dies u.U. notwendig. Bei all dem berät Sie das Fachseminar Werte und Normen, das am Studienseminar Oldenburg eine kombinierte Ausbildung in den Fächern „Philosophie“ und „Werte und Normen“ vornimmt. Die Ausbildung unterstützt den selbstverantworteten Prozess der Professionalisierung als Lehrkraft. Sie erfolgt einerseits in der Gruppe des Fachseminars (14-tägige Fachsitzungen), andererseits als individuelle Förderung anlässlich von Unterrichtsbesuchen und den dazugehörigen Beratungsgesprächen. Dadurch konzentriert sich die Ausbildung des auf den Kompetenzbereich Unterrichten.

Ihr Fachleiter im Fach Werte und

Normen

Ulrich Steckel, StR Cäcilienschule Oldenburg
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